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Qigong Kleinowitz

Die Augen Meditation, 2. Teil

Der leere Kreis
Der leere Kreis ist in Asien ein Symbol des Wandels. Für uns ist er jetzt eine kleine Mediationshilfe. Hier ist ein Link zur Datei auf der Dropbox, falls du dir einen Ausdruck machen möchtest. Am besten direkt auf Augenhöhe, in 1-2m Entfernung plazieren.

 

Ablauf der 2. Übung
Beginne wieder den Kreis konzentriert zu betrachten, am besten den Ausdruck und nicht am Bildschirm. Die Wahrnehmung beginnt sich dabei zu verändern, z.B. kann ein Strahlenkranz entstehen, Formveränderungen sind möglich, auch Veränderungen der Größe des Kreises. Das ist keine Einbildung sondern die Realität der inneren Sinneswahrnehmung. Diese innere Wahrnehmung erwacht bei der konzentrierten Betrachtung.

Haben wir zuerst die Veränderung spontan entstehen lassen, dann wollen wir uns jetzt auf die Vorstellung konzentrieren, dass er größer  wird. Das wird erst nach und nach gelingen, aber mit der Zeit ist es möglich den Kreis so groß oder so klein erscheinen zu lassen, wie er in der Vorstellung ist. Was bedeutet das? Wir können unsere Wahrnehmung willentlich verändern! 

Sinneswahrnehmung ist subjektiv. Zweifeln wird also das Ergebnis beeinflußen. Am besten einfach einen Satz wie : „Der Kreis sieht groß aus“, „Der Kreis ist groß wie ..“ denken – und sonst nichts.

 

Nutzen der Übung
Diese Variante der Augen Meditation verbessert die Konzentration und hilft uns zu erkennen, dass wir einen beträchtlichen Einfluß auf unsere Wahrnehmung haben. Dazu später hier etwas mehr. 

 

Weiterführende Erklärung aus der Sicht von Dr. Nakagawa

Für Dr. K. Nakagawa, selbst sehr erfolgreicher Augenarzt in Japan, schreibt in seinem Buch „Augen-Yoga“: Die Wiederherstellung des Sehvermögens setzt bei der geistigen Seite des Sehens an. Sehen geschieht eigentlich im Gehirn. Es ist besonders wichtig den festen Willen zu haben, wirklich sehen zu wollen und niemals aufzugeben.  

Falsch ist seiner Meinung der Gedanke, dass die Augen ein Objekt sehen und den erzeugten Eindruck ans Gehirn weitergeben. Richtig ist für ihn vielmehr, dass der Geist durchs Auge ein Objekt sieht. Sehen ist somit kein objektives, passives Geschehen sondern etwas Subjektives und Aktives. Er hat dafür zahlreiche Belege in seinem Buch dokumentiert.

 

Meine eigene Perspektive
Das deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen und auch den Unterrichten in Dzogchen bei James Low und im Stillen Qigong bei Großmeister Zhi-Chang Li, dessen Augen Qigong ich primär verwende.  Dieses Augen Qigong war mein allererster Qigong-Kurs als Teilnehmer bei Johannes Romuald in Wien vor über 20 Jahren. Durch die heutigen Umstände der vielen Sehprobleme aufgrund der Bildschimarbeit und der grassierenden Handy-Sucht bin ich zusätzlich motiviert diese Methoden zu üben, zu verfeinern und meine Erkenntnisse daraus weiterzugeben. 

Mein persönliches Ziel für 2019 ist es meine eigene Brille „weg“ zu üben und möglichst viele Menschen auf ihrem Weg zu besserem Sehvermögen und damit einhergehend zu mehr Qi, zu mehr Lebensfreude zu begleiten. 

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